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Papyrusherstellung für Kinder - multimediale, interaktive Museumsinstallation
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Konzept
Umsetzung
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Home > Papyrus interaktive Installation "Papyrusherstellung"I. Kulturgeschichtliche Informationen IV. Didaktische/aktive Umsetzung der Inhalte und Vermittlungsziele VI. Aufgabenstellungen bei den Werkstattinseln I. Kulturgeschichtliche InformationenSchriftträger vor Papyrus: Das Bedürfnis des Menschen, Erinnerungsbilder und –zeichen festzuhalten, steht am Anfang von Schrift und Schreibmaterial. Die ältesten Bildschriftzeichen sind Felsmalereien aus der Zeit um 13000 v. Chr. Auf Knochen, Muscheln, Elfenbein und Jade wurden Bilder und Zeichen geritzt. Später dienten Kalkstein, Holz, Rinde, Ton-, Metall- und Wachstafeln als Trägermaterial. In China entdeckte man Panzer von Schildkröten, in die um 1700 v. Chr. Schriftzeichen geritzt worden waren. Die Sumerer kannten bereits sehr früh eine Bilderschrift. Schriftträger waren Tontafeln, in die die Merkzeichen für die Forderungen der Tempel, Verträge und Grundbuchrechte mit einem Griffel eingedrückt wurden. Die älteste gefundene Tontafel stammt aus der Zeit um 3300 v. Chr. Die Tontafel war ein billiger Schriftträger. Man entnahm den weichen Lehm aus einem Bewässerungskanal, trocknete ihn vor und formte und glättete ihn zu einem flachen Kuchen vom gewünschten Format, meist in der Größe 5 x 3 cm. Papyrus war für viele Schreibzwecke oft zu teuer. Daher benutzte man als Merkzettel oft Tonscherben (Ostraca). Ein anderer Schriftträger war die wiederverwendbare Wachstafel, die etwa 300 v. Chr. in Ägypten aufkam und im Mittelmeergebiet weite Verbreitung fand. Die Tontafel als Schriftträger besteht aus einem unvergänglichen Material. Dadurch sind sehr viele Texte erhalten geblieben. Im Gegensatz zu anderen Schriftträgern, Leder, Pergament, Holz, Rinde, Papyrus und Papier, ist das nichtbrennbare und biologisch nicht angreifbare anorganische Material haltbar. Etwa eine Million Tontafeln wurden bisher gefunden. Papyrus ist eine schilfartige Sumpfpflanze (Cyperus papyrus), die an den Ufern des Nils wächst. Sie wurde von den Ägyptern vielseitig verwendet: Aus den Stängeln wurden Matten, Seile, Sandalen, Mumienhüllen, Boote, Schuhe und Kleidung hergestellt. Das Mark aus den Stängeln wurde für Lampendochte und zur Herstellung des papierähnlichen Materials verwendet. Außerdem wurde der Saft des ausgepressten Marks getrunken und das Mark gegessen. Vor rund 5.000 Jahren fanden die Ägypter heraus, dass sich aus dem Mark der 3-4 m hohen Papyrusstaude (mit dreieckigem Stängel) elastische Bogen herstellen ließen. Eine beschriebene Papyrusrolle fand man schon in einem Grab aus der 1. Dynastie (3032-2853 v. Chr.). Anders als bei schweren Tontafeln konnte man auf Papyrus leichter schreiben und er ließ sich vor allem besser transportieren.
Papyrus hieß im alten Ägypten eigentlich pa-per-aa. Der König besaß das Monopol für die Herstellung von Papyrus, daher setzt sich das Wort aus pa (Besitz, zugehörig) und per-aa (Pharao) zusammen – Besitz des Pharao. In der koptischen Sprache bedeutet der Begriff papurro soviel wie das dem König Gehörige oder das Königliche. Die Herstellung des Papyrus war demnach ein Monopol des Königs. Papyrus war im Gegensatz zu Stein und Ton sehr empfindlich, vor allem gegen Feuchtigkeit. Wenn eine große Zahl von Papyri Jahrtausende überstanden hat, so ist das auf das trockene Wüstenklima zurückzuführen. Wüstensand war ein ideales Konservierungsmittel. Viele wertvolle Bogen und Rollen sind brüchig, von Termiten und anderen Kleintieren angenagt und die Tinte ausgebleicht. Hinzu kommen Probleme mit dem Tintenfraß. Die aus Ruß hergestellte Schreibfarbe ruiniert das Papyrusblatt. Um 330 v. Chr. nahm der Bedarf an Papyrus im gesamten Mittelmeergebiet gewaltig zu. Der auftretende Rohstoffmangel wurde von den Ptolomäer-Königen rücksichtslos durch hohe Besteuerung ausgenutzt. Schließlich erließen die Ptolomäer ein totales Exportverbot. Noch über ein Jahrtausend zuvor hatte Ägypten große Mengen Papyrus nach Syrien ausgeführt, wo der neue Beschreibstoff mehr und mehr die Tontafel verdrängte. Umschlaghafen war die altsyrische Stadt Byblos. Von Byblos, dem bedeutenden Zentrum des Papyrushandels, leitete sich später das Wort Bibel ab. II. Inhalte
III. Vermittlungsziele
IV. Didaktische/aktive Umsetzung
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