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Das Spiel
I. Ziel
II. Interaktion
III. Aufbau
IV. Ablauf

Ziel
Am Ende des Spiels wird von einem angeschlossenen Drucker ein vorgedrucktes Blatt Papier ausgeworfen, das die Kinder zu Mappe hinuzfügen, um ihre Sammlung zu vervollständigen. Bei den anderen Ausstellungsobjekten sammeln die Kinder die übrigen Blätter.
Interaktion
Um den Reiz des explorativen Elements des Spiels zu verstärken, wird ein alternatives Eingabegerät verwendet, das abseits des bekannten Interaktionsparadigmas "Maus und Tastatur" steht. Als zentraler Bestandteil wird dabei das Umgehen mit einem normalen Stift gesehen, mit dem die Kernzielgruppe (6-10 jährige) bestens vetraut ist.

Abb. 1: Der Stift als Sender, das Mimio-Gerät als Empfänger
Das Unternehmen Virtualink produziert sogenannte "mimio"-Systeme, die aus einem Sender und Empfänger bestehen. Der Sender ist dabei ein Stift und der Empfänger ein an den PC angeschlossenes System. Die große Herausforderung bestand darin, das System an die Anforderungen einer Museumsinstallation, an die geforderte Stabilität und Robustheit sowie die Umgebung (reflektionsreich), anzupassen und zu implementieren.

Abb. 2: Die robuste Hülle des mimio-Stifts, Elektronik aus dem Original
In Abb. 2 kann man den eingesetzten Stift erkennen, über den das Spiel gesteuert wird. Da es aufgrund der verlangten Robustheit keine bewegten Teile geben durfte, sendet der Stift ununterbrochen seine Position über Ultraschall und Infrarot an den Empfänger. Um die aktuelle Position der Stiftspitze im Spiel erkennen zu können, wird als "Mauszeiger" ein Horusauge verwendet. Fahrt man mit dem Horusauge über einen auswählbaren Gegenständ, so färbt sich das Auge rötlich ein (siehe Abb. 3).

Abb. 3: Der Stift wird über die Machete bewegt.
Aufbau
Der Aufbau des Spiels wurde vom Kindermuseum durchgeführt. Die gesamte Installation findet in einem Zylinder Platz. Das Bild des Spiels wird von unten auf eine Rückprojektionsscheibe projiziert, wobei die Projektion von einem Spiegel um 45 Grad abgelenkt wird. Von der Decke des Zylinders hängt der Stift einerseits an einer Stromversorgung und andererseits an einem Kabel, das den Stift wieder in seine Ausgangsprojektion zurückzieht, wenn man ihn loslässt. In Abb. 4 kann man den gesamten Zylinder inklusive der wichtigsten Komponenten erkennen. In Abb. 5 wird das Mimio-Testsystem (später gegen aktuelle Version ausgetauscht) und der Mimio-Stift dargestellt.

Abb. 4: Der Zylinder; Projektor, Spiegel und Spiegel im Fußbereich; Rücprojektionsscheibe

Abb. 5: Mimio-Testsystem und Stift
Ablauf
Nachfolgend ist der Spielablauf vom Ernten der richtigen Pflanze bis zur Erstellung des Papyrus aufgezeigt.

Zu Beginn muss die richtige Pflanze geeerntet werden. Ein Krischbaum, ein Kleeblatt und Papyrusstauden stehen zur Auswahl. Durch Seitwärtsbewegung mit der Machete wird die Pflanze "umgeschnitten".

Danach muss die Papyrusstaude in gleich große Stücke geschintten werden. Sobald die Staude von der Machete berührt wird, wird ein Stück abgesägt.
 
Die Papyrusstangen müssen danach abgeschält werden. Das Messer muss abwärts über den Papyrus gezogen werden, um in zu schälen.
 
Das geschälte Stück Papyrusstauge wird danach in Streifen geschnitten. Wiederum muss mit dem Messer über eine Abwärtsbewegung das Stück zugeschnitten werden.
 
Danach werden die Streifen in einem bestimmten Muster aufgelegt. Der Benutzer muss sich für das richtige Muster entscheiden, indem er es auswählt und auf die Steinplatte zieht.
 
Der im Muster auf der Steinplatte liegende Papyrus wird mit einem Tuch überdeckt und muss fest zusammengeklopft werden. Der Benutzer wählt das richtige Werkzeug und beginnt, den Papyrus festzuklopfen.
 
Das Blatt muss nun einige Zeit trocknen. Der Benutzer entscheidet sich zwischen Minuten, Tagen und Jahren, und zieht die richtige Auswahl auf das Papyrusblatt.
 
Schlussendlich wird das getrocknete Blatt noch glattgeschliffen, wobei wieder drei verschiedene Werkzeuge zur Auswahl stehen. Danach ist das Spiel beendet, da der Benutzer erfolgreich ein Blatt Papyrus erzeugt hat.
Im Anschluß wird ein mit einem Comic vorgedrucktes Blatt Papier aus dem Drucker ausgeworfen und fällt über einen Schacht (ähnlich einer Rohrpost) zum Benutzer in den Zylinder. Der Benutzer kann jetzt seiner Sammlung dieses Comic hinzufügen und die restlichen Installationen der Ausstellung besuchen, wo er wiederum pro Installation ein Comic für seine Sammlung bekommt.
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